Den Spielraum des Gesetzes gemäß den Vorstellungen des Guten nutzen
DABROCK, P.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2013 · Heft 7 · S. 191 bis 211
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Pointen der Handreichung »Christliche Patientenvorsorge« versteht man besser, wenn man das Dokument vor dem Hintergrund der jüngeren kirchlichen bioethischen Entwicklungen in Deutschland liest. Dann wird deutlich, wie in dieser Handreichung ein Kompromiss gefunden wird, wonach einerseits eine strikte Reichweitenbegrenzung abgelehnt wird, andererseits Patientenverfügungen kritisch betrachtet werden, die nicht durch andere Vorsorgeinstrumente flankiert werden. Begründet wird dieser Kompromiss in einem beziehungsorientierten Verständnis von Selbstbestimmung, mit dem sich die Kirchen von gängigen Verwendungen di…