Myelodysplastische Syndrome: Diagnostik, Prognoseabschätzung und Therapie
Gattermann, N.; Haas, R.; Kobbe, G.; Germing, U.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2013 · Heft 11 · S. 783 bis 790
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Diagnostik der MDS erfolgt zytologisch unter Berücksichtigung der Ausprägung der Dysplasien und des Blastenanteils in Blut und Knochenmark und auf Basis der Zytogenetik nach den Vorschlägen der WHO-Klassifika-tion. Insbesondere zur Prognoseabschätzung ist eine Chromosomenanalyse erforderlich. Der revidierte Internationale Prognosescore (IPSS-R) erlaubt eine bessere Abschätzung des Krankheitsverlaufs durch Einteilung der Patienten in verschiedene Niedrigund Hochrisikogruppen. Die medianen Überlebensraten liegen zwischen wenigen Monaten und vielen Jahren. Neben der Transfusionstherapie ist für Niedrigrisikopat…