Borderline-Persönlichkeitsstörung und komorbide AbhängigkeitserkrankungenEpidemiologie und Therapie
Kienast, T.; Stoffers, J.; Bermpohl, F.; Lieb, K.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 4 · S. 280-286
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Mit 2,7 % Prävalenz in der erwachsenen Gesamtbevölkerung ist die Anzahl der Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen (BPS) hoch. Etwa 78 % dieser Gruppe entwickeln während ihres Lebens zusätzlich eine substanzbezogene Störung bis hin zu einer Abhängigkeitserkrankung. Klinisch sind diese Patienten instabiler und impulsiver als Borderline-Patienten ohne Abhängigkeitserkrankung, suizidales Verhalten ist verstärkt, Therapieabbrüche sind häufiger und Abstinenzphasen verkürzt. Die Kombination aus Borderline-Persönlichkeitsstörung und Sucht erfordert daher eine besondere therapeutische Herangehensweise.