Beinamputation infolge grob fehlerhaft unterlassener postoperativer Befundung und mangelhafter Dekubitus Prophylaxe OLG Naumburg vom 19.12.2013 (1 U 154/12)
Rechtsdepesche, Köln · 2014 · Heft 9 · S. 240 bis 242
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei einem stationären Krankenhausaufenthalt wurde im Juni 2006 eine Hüftarthrose diagnostiziert sowie der Verdacht auf eine Osteopenie geäußert. Nach der stationären Aufnahme erfolgte die Operation zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks (23. November). Während des Eingriffs kam es zum Absacken des Knochenzements in den Schaft bis kurz vor die Kniegelenksregion. Der Zement wurde ausgetauscht, bevor die Prothese eingesetzt wurde. Hierdurch verlängerte sich die Operationsdauer. Beim Versicherten trat unstreitig das sogenannte Durchgangssyndrom auf. Er verblieb zunächst bis zum 11. Dezember auf der Intensivs…