Thrombozytentransfusion bei hämatologischen und onkologischen Patienten sowie bei Operationen
Greinacher, A.; Schäfer-Eckart, K.; Wandt, H.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 11 · S. 809 bis 815
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei akuter hypoproliferativerThrombozytopenie wird bisher eine prophylaktische Thrombozytentransfusion empfohlen, wenn ein morgendlicher Grenzwert von 10 000/uL oder bei zusätzlichen Risiken von 20 000/uL unterschritten wird. Bei chronischer Thrombozytopenie wird ein restriktiveres Vorgehen erst ab einem Grenzwert von 5 000/uL vorgeschlagen. In Deutschland werden jährlich eine halbe Million Thrombozytentransfusionen verabreicht - die Tendenz ist steigend. Neue Studien weisen auf die Möglichkeit einer zurückhaltenderen Transfusionsstrategie hin.