Kein L art pour l art, sondern zum Nutzen der Patienten
Leiß, O.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2015 · Heft 1 · S. 110 bis 112
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hauptkritikpunkt ist, dass die Pharmaindustrie (und die Hersteller von Medizinprodukten) zunehmend die Forschungsagenda bestimmen (1, 2). Sie suchen für ihre eingeführten Präparate neue Indikationen und bestimmen, was als „neue Krankheit gilt, wie zum Beispiel nachlassende weibliche Libido (female sexual arousal disorder), behandelbar mit Sildenafil (3), oder die männliche Glatze, behandelbar mit Finasterid (4). Sie definieren neue „Hochrisikogruppen, wie Personen mit niedriger Knochendichte, behandelbar mit Alen-dronat (5), oder Personen mit einem rechnerisch ermittelten kardiovaskulären 10-Jahresrisiko von meh…