Vom Erfinden neuer Wörter und vom Vergessen von Gebärden
Uhlmann, P.; · demenz, Hannover · 2015 · Heft 2 · S. 11 bis 13
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
95 Prozent aller gehörlosen Menschen haben oder hatten hörende Eltern. Diese verständigten sich mit ihren tauben Kindern eher lautsprachlich: über Mimik, einfache Gesten und Lippenlesen. So kann man davon ausgehen, dass 95 Prozent der gehörlosen Kinder aus der Generation der jetzigen Senioren sprachlos zur Schule kamen. Erst dort erlernten sie die Gebärdensprache und benutzten sie untereinander. Wird nun im Alter oder der Demenz statt der Gebärdensprache wieder auf das Lippenlesen umgeschwenkt, gestalten sich die Kommunikation und das Verständnis untereinander schwierig. Jeder Mensch besitzt eine andere Mimik un…