Dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben
Roser, T.; · Pro Alter, Köln · 2015 · Heft 3 · S. 11 bis 14
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Franz Schubert lässt seine Vertonung in einem sechstaktigen instrumentalen Nachspiel enden, das Ruhe und Ergebung ausstrahlt, die beruhigende Melodie des erlösenden Todes. Warum sollte das Mädchen nicht loslassen, warum sollten Begleiter ihr nicht Mut machen, loszulassen? Sollte das Mädchen nicht sagen dürfen: „Lieber Knochenmann, bist mir lieber als das harte Bett, / Folter des Nicht-lebenund Nicht-sterben-Kön-nens. Lass dir nachhelfen. Viele Seelsorger in Gemeinden, Altenheimen, Krankenhäusern und an anderen Orten werden Zeuge dessen, was Menschen an Schmerzen ertragen und subjektiv als Leid empfinden.