Nasensonden: Komplikationen und Auswirkungen auf Schluckprozesse bei Schlaganfallpatienten
Heidler, M.-D.; · Neurologie und Rehabilitation, Bad Honnef · 2015 · Heft 4 · S. 65 bis 71
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Nasogastrale Sonden (NGS) werden bei Patienten nach akutem Schlaganfall häufig zur intermittierenden künstlichen Ernährung eingesetzt, führen allerdings zu zahlreichen Komplikationen, bspw. zu verlangsamten Schluckprozessen, pathogener Mundund Magenflora, gastroösophagealem Reflux, Deprivation von Hustenund Schluckreflex, chronischer Sinusitis oder Ulzerationen der posterioren Krikoidregion. Sie wirken anästhetisch auf die anliegende Schleimhaut und beeinflussen dadurch direkt kortikale Schluckareale, die für willentliche Aspekte der Deglutition zuständig sind. Bei korrekter Platzierung sind NGS eine gute Option…