Einteilung und Therapie kälteinduzierter Verletzungen
Goertz, O.; Daigeler, A.; Lehnhardt, M.; Sachs, C.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2015 · Heft 1 · S. 741 bis 747
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Erfrierungen oder kälteinduzierte Traumata sind Teil des Behandlungsspektrums in Verbrennungszentren. Die Behandlung von kälteinduzierten Verletzungen ist uneinheitlich und basiert hauptsächlich auf Fallberichten und Anwendungsbeobachtungen. Es wird zwischen dem Kälteschaden („non-freezing injury) mit langsamem Temperaturverlust im Gewebe ohne Erfrierung und der Erfrierung mit Eiskristallbildung im Gewebe unterschieden. Beim Kälteschaden sollte eine langsame Erwärmung (22 °C bis 27 °C) vorgenommen werden, um einen Reperfusionsschaden zu vermeiden. Zur Therapie von Erfrierungen wird die Körperkerntemperatur angeh…