Stellungnahme des Deutschen Vereins zum Vorschlag für eine Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige
Nachrichtendienst des Deutschen Vereins, Frankfurt · 2017 · Heft 11 · S. 492 bis 495
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die EU-Kommission möchte mit ihrer Initiative die Unterrepräsentation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt abbauen. Die Differenz zwischen den Beschäftigungsquoten von Männern und Frauen bei den 20- bis 64-Jährigen lag 2015 auf ganz Europa gerechnet bei fast 12% (Männer: 75, 9%, Frauen: 64, 3%), Bezogen auf Vollzeitarbeitsstellen betrug sie sogar gut 18 %. Die Ursache für diese Differenz sieht die EU-Kommission zum Großteil in der ungleichen Verteilung von Kinderbetreuungsund Pflegeaufgaben zwischen Männern und Frauen innerhalb der Familie. Ihr Richtlinienvorschlag zielt deshalb darauf, Anreize für Männer zu schaffen…