Zur Frage der Rückrufverpflichtung auf der Grundlage eines Unterlassungsanspruchs nach der Rescue-Tropfen-Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 29. 9. 2016
Voit, W.; · Pharma Recht, Frankfurt · 2018 · Heft 1 · S. 1 bis 8
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der BGH hatte in seiner Entscheidung vom 29. 6. 2016 über die Reichweite eines Unterlassungsanspruchs zu entscheiden. Dabei war zu klären, ob ein Urteil, das zur Unterlassung des Vertriebs eines Produkts verpflichtet, den Unterlassungsschuldner nicht nur zum Unterlassen des weiteren Inverkehrbringens des Produkts verpflichtet, sondern auch zu dessen Rückruf. Weiterhin war fraglich, ob ein Ordnungsgeld verhängt werden kann, wenn der Schuldner einer solchen nicht ausdrücklich titulierten Rückrufverpflichtung nicht nachkommt. Der BGH hat beide Fragen bejaht und hat auch die gegen diese Entscheidung nach § 321a ZPO…