Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit und die Medizin am Lebensende
SAHM, S.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2019 · Heft 7 · S. 211 bis 226
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Nach Einführung des § 217 in das Strafgesetzbuch, der geschäftsmäßige Assistenz beim Suizid untersagt, wird derzeit der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) diskutiert als eine Weise, den Tod herbeizuführen. Dabei ergeben sich Schwierigkeiten der normativen Abgrenzung zum Suizid und der Suizidassistenz. Die Mehrzahl der Fälle eines FVNF betrifft Kontexte, in denen schwere Erkrankungen mit begleitendem Versiegen der Bedürfnisse vorliegen. Dann gleicht der FVNF der Rückweisung einer medizinischen Behandlung, die ethisch unbedenklich ist. Auch FVNF ohne Vorliegen einer psychischen und somatischen…