Stellungnahme zur Diagnostik des Delirs: Breite und vorschnelle Inklusion birgt zu viele Nachteile
DIVI, Homburg · 2019 · Heft 11 · S. 132 bis 134
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Delirante Syndrome treten bei einer diffusen Mitbeteiligung des Gehirns im primär extrazerebralen Krankheitsgeschehen (z.B. Sepsis-Enzephalopathie) auf oder wenn primär zerebrale Krankheitsprozesse auch bilaterale Netzwerkfunktionen beeinträchtigen. Risikopersonen sind besonders prädisponiert (u.a. hohes Alter, zerebrale Vorschäden, sensorische Einschränkungen). Gerade das zunächst harmlos wirkende hypoaktive Delir, das oftmals übersehen oder fehlinterpretiert wird, bedingt als akutes Psychosyndrom eine erhöhte Mortalitätsrate und ist für die Überlebenden oft langfristig mit nachteiligen kognitiven Folgen verbun…