CareLit Fachartikel

Seinen krummen Wegen gehen. Spuren von Gebrechlichkeit in Kunst und Leben von Menschen mit Demenz.

Schultz, O. · Praxis Palliative Care, Hannover · 2020 · Heft 1 · S. 60 bis 61

Dokument
193770
CareLit-ID
Jahr
2020
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Praxis Palliative Care, Hannover
Autor:innen
Schultz, O.
Ausgabe
Heft 1 / 2020
Jahrgang 12
Seiten
60 bis 61
Erschienen: 2020-01-22 00:00:00
ISSN
1867-7126
DOI

Zusammenfassung

Wenn Frau Sch zum Malen kommt, da kann einem angst und bange werden. So schräg nach vorne und zur Seite gebeugt schwankt sie über den Flur, dass ich immer befürchte, dass jeder nächste Schritt sie zu Fall bringen könnte. Aber heil erreicht sie ihren Platz, lässt sich in den Stuhl fallen und macht sich sogleich ans Malen. Mit der gleichen Gelassenheit, mit der sie eben durch den Flur trudelte, geht sie nun ihrer gebrechlichen Wege im Bild. Ich seufze auf. Sie selbst aber scheint gar nicht bemerkt zu haben, wie knapp das wieder mal war.

Schlagworte

FRAU MALEN DEMENZ FLUR LEBEN ANGST GEBRECHLICHKEIT KUNST MENSCHEN LUFT ARM HAND ES RÜCKEN PRAXIS PAPIER