Abschied von formalistischen Denkmustern - Anmerkungen zur sogenannten „Unbetreubarkeit“ aus Sicht der Betreuungsbehörde
Sturmberg, M.; Hövelmann, M. · Bt PRAX Spezial, Köln · 2020 · Heft 4 · S. 47 bis 51
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die sogenannte „Unbetreubarkeit" ist über die Bedeutung als Randphänomen bzw. „Spezialfall" des Betreuungsrechts hinausgehend Teil einer weiterhin andauernden Grundsalzdebatte im Spannungsfeld von Selbstbestimmungsrecht und wohlfahrtsstaatlicher Fürsorge. Einen konstruktiven Beitrag zur Positionierung gegenüber der eigenen Zielgruppe liefert der Begriff seit jeher nicht. Er scheint sich v.a. als pragmatische, gemessen am Sachverhalt und seinen möglichen Auswirkungen, jedoch nicht unbedenkliche Variante betreuungsgerichtlicher Entscheidungen etabliert zu haben.