Hinreichende Wahrscheinlichkeit als Grundvoraussetzung für die Beweislastumkehr bei (einfachem) Befunderhebungsfehler
Vogeler, Dr. M. · Gesundheit und Pflege, Köln · 2020 · Heft 7 · S. 112 bis 114
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein Verstoß gegen die Pflicht zur Erhebung und Sicherung medizinischer Befunde und zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung der Befundträger lässt im Wege der Beweiserleichterung für den Patienten zwar auf ein reaktionspflichtiges positives Befundergebnis schließen. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn ein solches Ergebnis hinreichend wahrscheinlich ist. Es geht zu weit, als Folge der Unterlassung medizinisch gebotener Befunderhebung oder Befundsicherung unabhängig von der hinreichenden Wahrscheinlichkeit des Befundergebnisses eine Vermutung dahingehend anzunehmen, dass zugunsten des Patienten der von diesem vorgetra…