Angst bei Schwerkranken: Auswirkungen, Anzeichen und hilfreiche Strategien
Münch, U. · Onkologische Pflege, Germering · 2020 · Heft 9 · S. 74 bis 80
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Angst an sich ist eine hilfreiche Emotion, die grundsätzlich Überleben sichert. Angst sorgt dafür, Gefahren einzuschätzen und möglichst angemessen vorsichtig zu sein. Das System ist in Bezug auf äußere Gefahren effektiv, wenn Angst aber im Rahmen einer schweren Krankheit auftritt oder gar Folge einer unausweichlichen Konfrontation mit dem eigenen Lebensende ist, kann sie zu schweren Beeinträchtigungen führen. Wichtige Faktoren für das Ausmaß von Angst sind das Ausmaß eines vor Erkrankung vorhandenen subjektiv hohen Kontrollbedürfnisses sowie das Ausmaß des tatsächlich erlebten Kontrollverlusts.