Rechtsticker
Weimer, T. · JuKiP - Ihr Fachmagazin für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege · 2023 · Heft 3 · S. 97 bis 97
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein Arzt verabreichte einem Patienten in Tötungsabsicht eine hohe Dosis (insgesamt 58,75 ml) Kaliumchlorid und führte dadurch seinen Tod herbei. Das LG verurteilte den Angeklagten wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Unerheblich für die Verwirklichung des Tatbestands des § 212 StGB sei es dabei, dass sich der Patient infolge des vorherigen Abbruchs der kurativen Therapie, insbesondere des Abschaltens des ECMO-Geräts, bereits im Sterbeprozess befand. Einen rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) verneinte das Landgericht, da für die Gabe einer hohen Dosis Kaliumchlorid aufgru…