Schneller Trost ist billig. Was uns trösten könnte in den Trostlosigkeiten der Trostungsindustrie.
Heller, A. · Praxis Palliative Care · 2021 · Heft 53 · S. 42 bis 43
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Trost ist eine leibhaftige Praxis, die sich in der Geste der Berührung manifestiert, in der Hinund Zuwendung zum trostbedürftigen Gegenüber. „Selbsttrost" trägt nicht und bewährt sich nicht, denn im Alleingang ist wohl schwer Trost zu finden. Echter Trost macht es sich nicht leicht, begnügt sich nicht mit bedeutungslosen Floskeln und Refrains wie „Es wird schon wieder alles gut. " Vielmehr hat Trost seine eigene Zeitlichkeit. Er widersteht der Versuchung, vorschnell zu agieren, vermag es einen Menschen bedürftig sein zu lassen und weiß auch um seine Grenzen. Denn manche Wunden werden nicht mehr heilen, manche Lü…