Neurophysiologische und psychologische Aspekte von situativer Beziehungsgewalt
Dr. Kraus, H. · Pflege Professionell · 2022 · Heft Sonderausgabe 9 · S. 33 bis 35
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Situative Gewalt, manchmal auch als explosive oder reaktive Gewalt bezeichnet, ist durch die autonome Aktivierung einer wahrgenommenen Bedrohung verursacht. Sie entstammt den subkortikalen Gehirnbereichen (ihre evolutionäre Basis liegt im Selbstschutz). Einige ihrer typischen Charakteristika sind: roter Kopf, motorische Unruhe, lautere Stimme, Impulsivität, Wahrnehmungsverzerrung, kognitive Beeinträchtigung, Schmerzfreiheit und starke Affekte. Um situative Gewalt besser zu verstehen, ist ein Blick auf die phylogenetische und ontogenetische Entwicklung unseres Gehirns hilfreich.