Profis wollen planen, Betroffene Beziehungen Ambivalenzen der Beratung.
Heller, A.; Schuchter, P. · Praxis Palliative Care · 2022 · Heft 55 · S. 14 bis 21
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Im Kontext neoliberaler und effizienzgesteuerter Gesellschaften nimmt das Bedürfnis Krankheit, Sterben und Tod zu planen und zu kontrollieren zu. Sterbeprozesse bleiben allerdings immer auch unvorhersehbar und ambivalent. Beraterische Sorgegespräche, die stets aus einer Haltung von Vertrauen und Empathie geführt werden sollten, bewegen sich zwischen den Polen individueller Autonomie und der Abhängigkeit von Anderen. Das Sprechen über die eigenen Verletzlichkeiten ist immer eine existenzielle Herausforderung. Dafür bedarf es eines institutionellen Rahmens, der es vermag die Würde und Autonomie der Betroffenen zu…