Schmerz vergeht - Ruhm bleibt: Competing Hurt im Leistungshandball und die Rolle der Sportphysiotherapie
Zickermann, R.; Sulprizio, H. · pt-Zeitschrift für Physiotherapeuten · 2022 · Heft 7 · S. 18 bis 24
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Phänomen der sportlichen Aktivität trotz wahrgenommener Schmerzen (1) wird in der Literatur als „playing hurt“ oder „competing hurt“ bezeichnet. Dieses Phänomen ist im Leistungssport weit verbreitet, hochriskant und geht außerdem häufig mit der Einnahme von Schmerzmitteln, der Missachtung medizinischer Richtlinien sowie dem Verheimlichen, Glorifizieren und Bagatellisieren dieser Schmerzen einher (2, 3). Trotz des Risikos der möglichen schädlichen Folgen kann von einem normalisierten Verhalten beziehungsweise einer Risikokultur im leistungsorientierten Sport gesprochen werden (4-7).