CareLit Fachartikel

Benachteiligungsrisiken von Menschen mit Behinderung im Falle von pandemiebedingten Triage-Situationen

N.N. · Rechtsdepesche · 2022 · Heft 2 · S. 91 bis 94

Dokument
236052
CareLit-ID
Jahr
2022
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Rechtsdepesche
Autor:innen
N.N.
Ausgabe
Heft 2 / 2022
Jahrgang 20
Seiten
91 bis 94
Erschienen: 2022-08-03 00:00:00
ISSN
2197-1609
DOI

Zusammenfassung

Aus Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 GG ergibt sich für den Staat das Verbot unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung wegen Behinderung und ein Auftrag, Menschen wirksam vor Benachteiligung wegen ihrer Behinderung auch durch Dritte zu schützen. Dieser Auftrag kann sich in bestimmten Konstellationen ausgeprägter Schutzbedürftigkeit zu einer konkreten Schutzpflicht verdichten. Dies ist vorliegend der Fall, weil das Risiko der Benachteiligung von Personen mit einer Behinderung bei der Zuteilung knapper, überlebenswichtiger intensivmedizinischer Ressourcen besteht.

Schlagworte

BEHINDERUNG RISIKO ENTSCHEIDUNG LEBEN GESUNDHEIT INTENSIVMEDIZIN PFLEGE GESETZ RECHT MENSCHEN PERSONEN AUFMERKSAMKEIT TRIAGE NOTFALLMEDIZIN PRAXIS RECHTSPRECHUNG