Off-Label-Use von Medikamenten in der Gesetzlichen Krankenversicherung: zu hohe Hürden für Arzt und Patient im Einzelfall?
Wessel, M. · Kranken- und Pflegeversicherung · 2022 · Heft 6 · S. 246 bis 248
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Vielfach steht der Arzt - besonders bei psychiatrischen Krankheitsbildern - vor dem Problem, dass für die sich äußernden Symptome beim Patienten kein formal passendes Medikament vorliegt oder ein zugelassenes aus persönlichen Gründen nicht angewendet werden kann, es aber Präparate gibt, die zwar „passen" könnten, für die Diagnose des Patienten aber nicht zugelassen sind. Eine Verordnungsfähigkeit zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist dennoch nicht unmöglich. Die Rechtsprechung hat das Modell des „Off-Label-Use" entwickelt. Die Hürden sind hier allerdings sehr hoch gesetzt. Es stellt sich die F…