Der suchtkranke Patient in der Anästhesie – Screening, Diagnose und Behandlung Alkoholkonsum-bezogener Störungen
Neumann, T. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2015 · Heft 6 · S. 406 bis 414
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Patienten, die > 60g/d Alkohol (z. B. 1,5l Bier) konsumieren, erleiden 2- bis 5-mal häufig postoperative Komplikationen wie Infektionen, kardiale Komplikationen Blutungen oder das Alkoholentzugssyndrom. Durch Screening und eine systematische Evaluierung lassen sich Risikopatienten identifizieren, die von gezielten prophylaktischen bzw. therapeutischen Maßnahmen profitieren können (z. B. Beratung, Kurzinterventionen, Abstinenz, bedarfsangepasste Anästhesie, Prophylaxe von Entzugssymptomen, Stressreduktion, Schadensbegrenzung, psychosoziale Therapie, Suchttherapie, interdisziplinäre Behandlung).