Xenonnarkosen – Klinische Besonderheiten, Vor- und Nachteile sowie mögliche Einsatzgebiete
Höcker, J.; Grünewald, M.; Bein, B. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2012 · Heft 6 · S. 374 bis 380
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Edelgas Xenon kommt in der Summe seiner Eigenschaften dem „idealen Anästhetikum“ sehr nahe. Es gewährleistet eine hohe hämodynamische Stabilität und kurze Aufwachzeiten bei gleichzeitigem Fehlen relevanter Nebenwirkungen. Hauptnachteil ist sein hoher Preis. In tierexperimentellen Studien konnten zusätzlich spezifische organprotektive Effekte nachgewiesen werden, v.a. für Herz und Gehirn. Damit könnte Xenon bei Risikopatienten bzw. spezifischen Eingriffen möglicherweise Vorteile gegenüber anderen Anästhetika zeigen, die seine klinische Verwendung sinnvoll erscheinen lassen.