Gerinnungsmanagement bei traumatisch bedingter Massivblutung – Empfehlungen der Arbeitsgruppe für perioperative Gerinnung der ÖGARI
Fries, D.; Innerhofer, P.; Perger, P.; Gütl, M.; Heil, S.; Hofmann, N.; Kneifel, W.; Neuner, L.; Pernerstorfer, T.; Pfanner, G.; Schöchl, H.; Ziegler, B.; Kölblinger, C.; Kozek-Langenecker, S. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2010 · Heft 9 · S. 552 bis 561
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zu den Haupttodesursachen polytraumatisierter Patienten zählt der hämorrhagische Schock. Die „Trauma induzierte Koagulopathie“ (TIC) beschreibt eine Kombination aus Verlust von Gerinnungsfaktoren und Thrombozyten, Hämodilution (Dilutionskoagulopathie), Steigerung der Fibrinolyse sowie Hypothermie, Azidose und Hypokalzämie. Neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie der TIC und der weit verbreitete Einsatz viskoelastischer Messmethoden haben während den letzten Jahren zur Entwicklung alternativer Behandlungskonzepte geführt. Ebenso wie für die bisher empfohlene Therapie mit Frischplasma und Thrombozytenkonzentraten s…