Der Schlaf der Vernunft
Wildner, M. · Das Gesundheitswesen · 2021 · Heft 11 · S. 887 bis 889
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Francisco de Goya hat uns mit seinen Aquatinta-Radierungen aus dem Jahr 1799, den Caprichos („Einfällen“), in Blatt 43 eine besonders eindringliche Mahnung hinterlassen. Das mit dem Titel „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ (span.: El sueño de la razón produce monstruos) versehene Blatt zeigt den schlafenden Maler, hinter welchem nächtliche Ungeheuer aufsteigen, nicht unähnlich einem Schwarm an Fledermäusen. Schützend beschirmen ihn gleichzeitig zwei Eulen, von denen die eine ihm eine Feder reicht, als wolle sie ihn zum wachen Tätigwerden drängen. Die Kunstkritik ordnet das Bild zunächst in den aufklärer…