„Erb- und Rassenpflege“ im Gesundheitsamt: Unterstützung und Ausgrenzung
Donhauser, J. · Das Gesundheitswesen · 2013 · Heft 11 · S. 726 bis 729
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik hielt für die neu gegründeten Gesundheitsämter eine neue Dienstaufgabe parat, die „Erb- und Rassenpflege“. Neben Untersuchungen zur „Erbgesundheit“ im Rahmen der nationalsozialistischen Gesetze zur Zwangssterilisierung und zur Ehegesundheit waren Geburten fördernde Leistungen des Staates ebenfalls einer sozialrassistischen Selektion unterworfen. Finanziell fördernde bzw. allgemein ehrende Maßnahmen verband der NS-Staat mit arischer Abstammung, „Erbgesundheit“, politischer Zuverlässigkeit und gutem Leumund. Als „minderwertig“ erachtete Personengruppen waren von diese…