Definition und Klassifikation affektiver Störungen aus psychiatrischer Sicht
Lemke, M.R. · Sprache · Stimme · Gehör · 2005 · Heft 2 · S. 49 bis 53
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Entsprechend heutiger psychiatrischer Terminologie empfiehlt es sich, den Begriff „Depression” ohne Benennung ätiologischer Aspekte (z. B. endogen, neurotisch, reaktiv) oder Verlaufsaspekte (z. B. larviert, Involutionsdepression) zu verwenden und allgemein von affektiven Störungen zu sprechen. Die Diagnose einer affektiven Störung soll nach heutigen Klassifikationssystemen orientiert an Kriterien vorgenommen werden, d. h. es soll im Einzelfall überprüft werden, welche Kriterien für die Feststellung einer Störung erfüllt sind. Dieses Vorgehen dient der Reliabilität von Diagnosen und einer besseren Verständigung.…