Poltern und Stottern als Ausdruck der emotionalen Befindlichkeit: ein Erfahrungsbericht aus sprachtherapeutischer Sicht
Scherer, A. · Sprache · Stimme · Gehör · 2003 · Heft 2 · S. 88 bis 91
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Redestörungen Poltern, Stottern und elektiver Mutismus treten nur im Dialog auf, und auch da sehr unterschiedlich, je nach Atmosphäre, Situation und Dialogpartner. In ihrem Erscheinungsbild zeigen sie sich mit auffallender und oft sehr ausgeprägter Personen- und Situationsvariabilität. Redeflussgestörte machen immer wieder und kontinuierlich die Erfahrung, dass sie in kommunikativen Situationen erfolglos sind. Dialoge misslingen, das Selbstbild rückt mehr und mehr ins Negative. Je nach Art der Konfliktverarbeitung können als Folge eines verunsicherten Dialogerlebens Symptome in Form von Redestörungen auftret…