Warum gibt es keine Frauen-Dosierungen?
Lang, E. · Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift · 2022 · Heft 5 · S. 18 bis 22
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Frauen und Männer entwickeln Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Diabetes mellitus in unterschiedlicher Häufigkeit und Ausprägung und reagieren ebenso unterschiedlich auf Arzneimittel. Bis heute dient der Mann mittlerer Statur und mittleren Alters als Patienten-Prototyp in der Arzneimittelforschung, weshalb Frauen trotz stark abweichender Pharmakokinetik (zum Beispiel bei Antidepressiva, Opiaten, Herzglykosiden, Betablockern und Antibiotika) fast immer dieselben Medikamente und Dosierungen erhalten wie Männer – mit zum Teil schweren Nebenwirkungen als Folge. Eine Umstellung auf eine geschlechtsspezifische Kr…