Kommentar I zum Fall: „Palliative Sedierung in der häuslichen palliativen Versorgung“
Alt-Epping, B. · Ethik in der Medizin · 2022 · Heft 4 · S. 261 bis 263
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Palliative (oder therapeutische) Sedierung wurde von der Europäischen Fachgesellschaft für Palliativmedizin (EAPC) definiert als der „überwachte Einsatz von Medikamenten mit dem Ziel einer verminderten oder aufgehobenen Bewusstseinslage (Bewusstlosigkeit), um die Symptomlast in anderweitig therapierefraktären Situationen in einer für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter ethisch akzeptablen Weise zu reduzieren“ (Cherny und Radbruch 2009, S. 581). Das Besondere ist demnach, eine refraktäre Symptomatik nicht durch eine zielgerichtete Maßnahme zu behandeln (mit Schmerzmedikation gegen Schmerzen, zum Beispiel), sond…