Genscheren-Forschung an der menschlichen Keimbahn: Plädoyer für eine neue Debatte auch in Deutschland
Schöne-Seifert, B. · Ethik in der Medizin · 2017 · Heft 5 · S. 93 bis 96
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Am 1. März 2017 erschien die online-Veröffentlichung einer chinesischen Arbeitsgruppe, die erstmals an entwicklungsfähigen (aber nach dem Experiment verworfenen) Einzell-Embryonen experimentell mit Hilfe von CRISPR/Cas9-„Genscheren“ (genome editing) zwei unterschiedliche krankmachende Punktmutationen zu korrigieren versucht hatte (Tang et al. 2017). Die Effizienz und Präzision dieses Eingriffs waren unerwartet hoch – wobei selbst den größten Optimisten klar ist, dass vor einem möglichen klinischen Einsatz noch enorm viel erfolgreiche Forschung erforderlich wäre, um berechtigte Risikosorgen auszuräumen. Immerhin…