Patientenverfügung und Behandlungsvereinbarung als Instrumente der Vorausplanung in der forensischen Psychiatrie
Jakovljević, A.; Hesse, D.; Wiesemann, C. · Ethik in der Medizin · 2016 · Heft 7 · S. 223 bis 238
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Psychisch kranke Personen, die eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit begangen haben, können auf Grundlage des § 63 und § 64 StGB zur psychiatrischen Behandlung in forensischen Kliniken untergebracht werden. Das Recht dieser Patienten auf Behandlungsverweigerung wurde in einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2011 substantiell gestärkt. In diesem Beitrag diskutieren wir, welcher Stellenwert Vorausverfügungen als Instrumenten der Patientenselbstbestimmung dabei zukommt. Zunächst schildern wir den Kontext der psychiatrischen Behandlung im Maßregelvol…