Mit zweierlei Maß: Die mangelnde Verbindlichkeit von Patientenverfügungen bei untergebrachten Personen mit psychischen Störungen in der Schweiz
Trachsel, M.; Biller-Andorno, N. · Ethik in der Medizin · 2016 · Heft 7 · S. 239 bis 247
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einwilligungsfähige volljährige Personen mit psychischen Störungen interessieren sich vermehrt für die Möglichkeit, eine Patientenverfügung zu verfassen. Während in der Schweiz (wie in Deutschland auch) Patientenverfügungen grundsätzlich als verbindlich gelten, müssen Patientenverfügungen bei einer unfreiwilligen Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik im Behandlungsplan lediglich berücksichtigt werden. Das eigentliche Ziel einer Patientenverfügung – die antizipative Selbstbestimmung – wird damit in Frage gestellt. Aus ethischer Perspektive ist festzuhalten, dass Patienten mit psychischen Störungen die gle…