Anthropologie, gesellschaftliche Grenzregime und die Grenzen des Personseins
Lindemann, G. · Ethik in der Medizin · 2011 · Heft 1 · S. 35 bis 41
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Es wird als eine offene Frage behandelt, ob der Kreis sozialer Personen, die miteinander sozial handeln und dadurch eine normative gesellschaftliche Ordnung schaffen, mit dem Kreis der biologisch lebendigen Menschen identisch ist. Ein Blick in die historische und ethnographische Forschung lehrt: Es gibt Gesellschaften, in denen auch Tiere, Verstorbene, Götter oder Dämonen als soziale Personen auftreten können, die als verantwortliche Akteure und damit auch als Adressaten von normativen Erwartungen, d. h. als soziale Personen, angesehen werden. Dass nur lebende Menschen, aber auch alle lebenden Menschen als sozia…