Sozial-epidemiologische und ethische Ansätze zur Bewertung der gesundheitlichen Ungleichheit
Mielck, A. · Ethik in der Medizin · 2010 · Heft 7 · S. 235 bis 248
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein niedriger sozialer Status (geringe Bildung, niedriges Einkommen etc.) ist oft mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden. In dem Beitrag wird versucht, diese „gesundheitliche Ungleichheit“ aus sozial-epidemiologischer Sicht zu bewerten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach der Verantwortung für die erhöhte gesundheitliche Gefährdung der unteren Statusgruppen. Nur ein kleiner Teil der gesundheitlichen Ungleichheit kann durch das Gesundheitsverhalten (Rauchen, mangelnde sportliche Betätigung etc.) erklärt werden. Umso wichtiger sind andere Ursachen. Dazu gehören die sozialen Unterschiede bei den Bel…