Patientenverfügungen als Ausdruck individualistischer Selbstbestimmung?
Zellweger, C.; Brauer, S.; Geth, C.; Biller-Andorno, N. · Ethik in der Medizin · 2008 · Heft 9 · S. 201 bis 212
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Patientenverfügungen werden häufig als Ausdruck eines Bestrebens verstanden, ausschließlich selbst über die eigene Behandlung am Lebensende oder in anderen medizinisch kritischen Situationen entscheiden zu wollen. Kritische Stimmen wenden sich gegen eine Marginalisierung von Angehörigen oder ein verkürztes Verständnis von Autonomie, welches von der Relationalität als Grundgegebenheit menschlicher Existenz abstrahiert. Im vorliegenden Beitrag wird zunächst der rechtliche Rahmen beschrieben, der die Praxis bezüglich Patientenverfügungen und Stellvertretern in der Schweiz bestimmt. Zudem werden in der Schweiz verfü…