Der Tod als Projekt: Fragilität und Verletzlichkeit in einer Welt der Macherinnen und Siegerinnen
Gläserer, A. · Praxis Palliative Care · 2023 · Heft 59 · S. 24 bis 27
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Vor allem eines soll im Leben und Sterben vermieden werden: fragil, krank und hilfsbedürftig zu sein. Die Autorin argumentiert, dass die Menschen sich mehr davor fürchten, von der Fürsorge anderer abhängig zu sein als vor dem Tod selbst. Denn Abhängigkeit und Verletzlichkeit sind in einer Gesellschaft der Macher:innen und Sieger:innen zutiefst beschämend. Aber erst wenn es gelingt, unsere Verletzlichkeit nicht mehr als beschämend zu empfinden, können wir auch liebevoll auf die Verletzlichkeit der anderen reagieren. Unseren Toten zu gedenken, könnte dabei helfen, uns mit der Verletzlichkeit des Lebens auszusöhnen…