Tabuthema Migräne: Diagnosestellung im Zusammenhang mit psychiatrischen Komorbiditäten
Kubat, H. · Psychiatrische Pflege · 2023 · Heft 3 · S. 29 bis 31
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Auffassung, „eine Migräne ist nichts anderes als eine Form von Kopfschmerzen und wird mehrheitlich durch Verspannungen und Stress ausgelöst“ ist neben vielen anderen Vorurteilen und Mythen immer noch sehr verbreitet. Allerdings ist die Migräne viel mehr eine neurobiologische Erkrankung, bei der die physische und die mentale Gesundheit der Betroffenen stark beeinträchtigt ist. Die Ein-Jahres-Prävalenz in einer Erwachsenenpopulation für Migräne liegt bei 10 bis 18 % (Stovner et al., 2018; Zebenholzer et al., 2015). Auffällig ist die hohe Zahl der unterdiagnostizierten und dadurch fehlbehandelten Betroffenen (K…