Trauma, Verkörperung und Narrativ: Die Rehistorisierung traumatisierender Lebensgeschichten auf individueller und sozialer Ebene.
Dr. Steffens, J. ; Dr. Meyer, D. · Menschen. · 2020 · Heft 1 · S. 49 bis 55
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In der Wissenschaft ist es heute beinahe unumstritten, dass die Entwicklung von Geist, Gehirn und Körper eines Menschen grundlegend davon abhängig ist, was diesem in seinem Leben widerfahren ist, welche Erfahrungen gemacht und wie diese subjektiv erlebt wurden. „Wie wir heute wissen, modifizieren alle unsere Erfahrungen, Wahrnehmungen und Interaktionen mit der Umwelt zeitlebens die neuronalen Strukturen“ (Fuchs 2017, S. 161). Diese generelle Formbarkeit des menschlichen Gehirns als sozialem Beziehungsorgan, das sich entsprechend seines Gebrauchs, d. h. entsprechend der Tätigkeit eines Menschen in Beziehung zu se…