Medizinische Versorgung für wohnungslose Menschen – individuelles Recht und soziale Pflicht statt Exklusion
Trabert, G. · Das Gesundheitswesen · 2016 · Heft 2 · S. 107 bis 112
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Wohnungslosigkeit in Deutschland ist ein soziales Phänomen von zunehmender Häufigkeit und hoher Relevanz für eine inklusiver Gesellschaft. Seine Ausprägung ist sowohl psychosozial (mit-)verursacht als auch sozioökonomisch moderiert, oft mit sich negativ verstärkenden Feed-back-Schleifen. Eine Übersicht über die gesundheitlichen Auswirkungen wird gegeben, konkrete Verbesserungsmöglichkeiten an Hand des Mainzer Modells aufgezeigt. Eine flächendeckende Verfügbarkeit einer angemessenen medizinischen Versorgung sind individuelles Recht und soziale Pflicht für eine der Inklusion (selbst)verpflichtete Gesellschaft.