Überlegungen zum Narkoseverfahren bei mitochondrialer Encephalomyopathie
Fritz, T.; Lenz, G.; Schorer, R. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2008 · Heft 5 · S. 265 bis 270
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Mitochondriale Encephalomyopathien (MEMP) sind seltene Erkrankungen, bedingt durch eine Störung der mitochondrialen Atmungskette. Dadurch kann Pyruvat nicht mehr vollständig in den Krebszyklus aufgenommen werden und Laktat häuft sich an. Das histologische Kennzeichen sind im Lichtmikroskop „ragged red fibers”, die im Elektronenmikroskop dann als die typischen Akkumulationen pathologischer Mitochondrien erkannt werden. Die klinische Ausprägung ist sehr variabel und reicht von einer Ophthalmoplegie über hauptsächlich myopathische bis zu encephalopathischen Eormen. Die Symptomatik erlaubt eine Unterteilung in drei…