Der anästhetische Wirkort: Vom intakten Gehirn zum isolierten Protein - Ein Überblick
Urban, B.W. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2008 · Heft 2 · S. 68 bis 75
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bis heute besteht noch kein Konsens darüber, welche molekularen Ereignisse zum komplexen klinischen Zustandsbild führen, das allgemein als Narkose bezeichnet wird. Verantwortlich dafür sind auch die Vielzahl der gleichzeitigen physiologischen Veränderungen. In der Narkose sind unter anderem das Bewußtsein, die Wahrnehmung, das Gedächtnis, die Schmerzempfindung und die Muskelrelaxation verändert. Die Wirkung der Anästhetika korreliert sehr gut mit ihrer Verteilung in lipophilen Phasen. Lipophile Wechselwirkungen sind unspezifisch. Somit ist anzunehmen, daß Anästhetika an vielen verschiedenen Stellen wirken. Dafür…