Der öffentliche Gesundheitsdienst im Nationalsozialismus. „Erb- und Rassenpflege“ im Gesundheitsamt: Unterstützung und Ausgrenzung
Donhauser, J. · Das Gesundheitswesen · 2013 · Heft 4 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung/Hintergrund: Der Vortrag beleuchtet die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes bei der Umsetzungder rassistischen NS-Bevölkerungspolitik. So waren die pronatalistischen Leistungen desStaates (vor allem Ehestandsdarlehen, Kinderbeihilfen, „Ehrenbuch der deutschenkinderreichen Familie“, „Ehrenkreuz der deutschen Mutter“) der sozialrassistischen Selektionunterworfen. Finanziell fördernde bzw. allgemein ehrende Maßnahmen verband der NSStaatmit arischer Abstammung, „Erbgesundheit“, politischer Zuverlässigkeit und gutemLeumund. Als „minderwertig“ erachtete Personengruppen waren von diesen Leistungenausg…