Die Beteiligung von Ärzten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes an der Verfolgung ihrer jüdischen Kollegen
Doetz, S. · Das Gesundheitswesen · 2013 · Heft 4 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Im Mai 1941 denunzierte der Amtsarzt des Berliner Bezirkes Wilmersdorf Fritz Benkwitz den im selben Bezirk tätigen „Krankenbehandler“ Walther Zuelchaur bei der Medizinalabteilung des Berliner Polizeipräsidiums. Zuelchaur habe gegenüber Patienten „seine Zulassung allein zur ärztlichen Behandlung von Juden“ bewusst verheimlicht. Der ehemalige Leiter der Wilmersdorfer Tuberkulosefürsorgestelle war zuvor zu einer schwer kranken, „arischen“ Wohlfahrtspatientin gerufen worden. In der Folge mussten sich sowohl Zuelchaur als auch die von ihm behandelte Frau vor der Gestapo verantworten. Im Herbst desselben Jahres wurde…