Das Geschlechterparadoxon in der gesundheitlich beeinträchtigten Lebenszeit – Ende eines Mythos?
Luy, M. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2024 · Heft 4 · S. 512 bis 520
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
HintergrundBeginnend mit den 1920er-Jahren hat sich eine Vorstellung über die Geschlechterdifferenzen in Gesundheit und Mortalität etabliert, die von Lorber und Moore in dem einprägsamen Satz: „Women get sicker, but men die quicker“, zusammengefasst wurde [1, S. 13]. Tatsächlich erscheinen vor dem Hintergrund der höheren Lebenserwartung der Frauen die Studienergebnisse zu den Geschlechterdifferenzen in der Morbidität überraschend, wonach Frauen im Durchschnitt einen schlechteren Gesundheitszustand aufweisen als Männer [2, 3] und sie mehr Lebensjahre sowie einen größeren Teil der gesamten Lebenszeit mit beeinträc…