Nächtliche Verkehrslärmbelästigung in Deutschland: individuelle und regionale Unterschiede in der NAKO Gesundheitsstudie
Wolf, K.; Kraus, U.; Dzolan, M.; Bolte, G.; Lakes, T.; Schikowski, T.; Greiser, K.H.; Kuß, O.; Ahrens, W.; Bamberg, F.; Becher, H.; Berger, K.; Brenner, H.; Castell, S.; Damms-Machado, A.; Fischer, B.; Franzke, C.; Gastell, S.; Günther, K.; Holleczek, B.; Jae… · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2020 · Heft 2 · S. 332 bis 343
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
EinleitungLaut Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt Lärm nach der Luftverschmutzung den zweitgrößten gesundheitsgefährdenden Umweltfaktor in Europa dar [1, 2]. Menschen sind hauptsächlich in Ballungsgebieten, zunehmend jedoch auch außerhalb der Stadtgebiete Umweltlärm ausgesetzt. Die wichtigsten Lärmquellen sind dabei Straßen‑, Luftund Schienenverkehr sowie Industrie und Nachbarschaft. Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur sind in Deutschland 6, 7 Mio. Menschen tagsüber und 4, 3 Mio. Menschen nachts gegenüber schädlichem Straßenverkehrslärm exponiert [3]. Zahlreiche epidemiologische Studien haben n…